Was kostet ein Arbeitsunfall?

Eine oft zu hörende Aussage zum Thema Arbeitssicherheit ist: „Arbeitssicherheit kostet Geld!“.

Im ersten Moment scheint es auch so plausibel zu sein, schließlich müssen sich, je nach Unternehmensgröße, in Vollzeit oder Teilzeit Mitarbeiter um das Thema Arbeitssicherheit kümmern. Diese wollen zunächst einmal bezahlt werden. Dann kann es noch sein, dass dabei Maßnahmen notwendig werden, die umgesetzt werden müssen. Auch diese sind nicht zum Nulltarif zu erhalten. Aufgrund dessen ist die oben genannte Aussage oberflächlich betrachtet auch plausibel.

Geht man allerdings mehr ins Detail, so stellt man schnell fest, dass Firmen die in Arbeitssicherheit investieren, dies meist auch in benachbarten Bereichen wie betrieblicher Umweltschutz, Qualitätsmanagement oder anderer Prozesse investieren. Allein die Investitionen in Arbeitssicherheit bewirkt, dass sich das Bewusstsein aller Mitarbeiter zu diesem Themenkomplex deutlich verbessert. Gleichzeitig steigt auch das Ansehen bei Kunden. Je größer mögliche Kunden sind, desto mehr Wertschätzung wird auch auf das Thema Arbeitssicherheit gelegt.

Neben diesen Faktoren, die viel mit dem Image eines Unternehmens zu tun haben, gibt es allerdings auch handfeste monetäre Vorteile einer Investition in Arbeitssicherheit. Dies zeigte auch eine Studie im Auftrag der DGUV, die von der Justus-Liebig-Universität in Gießen durchgeführt wurde. Darin zeigte sich, dass die oft gehörte Aussage, dass Arbeitssicherheit Geld kostet falsch ist. In Wirklichkeit verhält es sich genau umgekehrt.

Ermittlung des Return of Prevention im Auftrag der DGUV

Es wurde eine Präventionsbilanz des Forschungsprojektes aus theoretischer und empirischer Sicht von Prof. Dr. Dietmar Bräunig, Justus-Liebig-Universität Gießen veröffentlicht. Dabei kam folgendes erstaunliches Ergebnis heraus:

  • Was kostet/bringt die Arbeitssicherheit?
  • Erstaunliches Ergebnis: Jeder in die Arbeitssicherheit investierte Euro bringt ein Return of Prevention von 1,60 € (DE) bzw. 2,20 € (EU)
  • Positive Effekte:
    • Reduzierung der Gefährdungen
    • Erhöhung des Gefährdungsbewusstseins der Beschäftigten
    • Reduzierung der sicherheitswidrigen Verhaltensweisen
    • Reduzierung der Anzahl der Arbeitsunfälle
    • Verbesserung des Image in der Öffentlichkeit
    • Verbesserung der Betriebskultur, Reduzierung der Ausfallzeiten.

Die Kosten eines Arbeitsunfalls

Vereinfachtes Beispiel: Leichter Unfall durch Stolpern & Stürzen

Sturz eines Mitarbeiters über herunterhängende Kabel
Folge: Bänderdehnung -> 2 Wochen Krankschreibung
Monatsverdienst 3000 € / 2 = 1500 €
Lohnnebenkosten = 700 €
Wenn notwendig, Ersatz für ausgefallenen Mitarbeiter = 2000 €
Ggf. Erhöhung der BG-Beiträge um 5% = 360 €
Gesamtkosten = 4500 €

Wie viel Umsatz geht verloren?

Wie viel Umsatz muss ich machen, um 4560 € Unfallkosten auszugleichen (±0)?

Bei einem Gewinn von 2 % müsste man Waren für 228.000,- € verkaufen um diesen leichten Unfall auszugleichen!

Rechnen Sie Ihr eigenes Beispiel

Bitte geben Sie den Monatsverdienst des verunfallten Mitarbeiters ein:

Bitte geben Sie die Lohnnebenkosten des verunfallten Mitarbeiters ein:

Bitte geben Sie die Anzahl der Ausfalltage an:

Bitte geben Sie die Kosten für eine Ersatzkraft pro Monat ein:

Um welchen Betrag steigen die BG-Beiträge:

Wie ist der Gewinn beim Verkauf Ihrer Produkte / Dienstleistungen?:

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(
)

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Der Unfall kostet insgesamt 0 € pro Monat oder 0 € pro Tag.
Bei Tagen betragen die Kosten: 0 €.
Dazu kommen noch die Kosten der Beitragserhöhung der BG-Beiträge in Höhe von €.
Die Gesamtkosten des Unfalls betragen somit 0 €.

Bei einer Marge von % müsste man für € Waren oder Dienstleistungen verkaufen, um wieder bei +-0 zu sein.